SÄCHSISCHE IMKERSCHULE

Sächsische Imkerschule

Interview mit René Schieback // Gründer // 43 Jahre

„Die Biene macht nichts falsch!“

René Schieback ist 43 Jahre alt und betreibt seit einigen Jahren die Sächsische Imkerschule in Ebersbach-Neugersdorf. Aufgewachsen ist er in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bautzen. Bienen und Honig gehörten zum Alltag in Kindheitstagen, nahmen aber keinen besonderen Stellenwert ein. Im Jugendalter hatte er die Region verlassen, studierte in München, arbeitete in Dresden, wohne in Berlin und bereiste die Welt. Nach vielen Jahren zog es ihn zurück in die Oberlausitz und er entdeckte sein Interesse an den Bienen neu. Schnell lernte er lokale Imker kennen, von denen es zu dieser Zeit nur noch sehr wenige gab.

„Ich war neugierig, ich wollte mehr wissen.“

So bieten sie heute Neuimkerkurse in Neugersdorf und in Dresden an, wo nach dem von ihm entwickelten „Neugersdorfer Modell“ unterrichtet wird. Jährlich findet der Oberlausitzer Bienenfachtag mit 400 Besucher*innen aus ganz Europa in Neugersdorf statt. Mit großer Freude und viel Leidenschaft wird der Austausch zwischen den internationalen Persönlichkeiten der Imkerwissenschaft organisiert.

Für die künstliche Besamung von Bienenköniginnen reist er durch ganz Europa. „Im Hinblick auf die Resistenzzucht gegen verschiedenen Krankheiten wird die künstliche Besamung immer wichtiger.“, weiss René Schieback zu berichten. Dabei wird versucht, das genetische Material der Völker, die in der Lage sind gegen Krankheiten anzukämpfen, ausfindig zu machen und weiter zu verbreiten.

„Die Bienen haben mich gefunden und nun lässt mich das Thema nicht mehr los.“

Im letzten Jahr erschien das „Handbuch für die erfolgreiche Imkerei“ im Eigenverlag; ein dickes Buch voll mit gesammelten Wissen über die klassische und moderne Imkerei.

Sächsische Imkerschule
Neuimkerkurse / Fachtag / Handbuch
René Schieback
Rudolf-Breitscheid-Straße 31
02727 Ebersbach-Neugersdorf
www.saechsische-imkerschule.de

Produktion // TS Mediendesign // Room 3:14

Das Projekt „mutMACHER*INNEN“ (AT) wird mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes finanziert.